West-Kreta in 5 Tagen
- Reisebericht
- Wanderwege
Wir können nie genug von Griechenland bekommen!
Daher ging es für uns Ende Juni noch einmal für 5 Tage auf Griechenlands größte Insel: Kreta.
Wir haben uns dabei den Westen der Insel angschaut und hatten unser Hotel in der wunderschönen Hafenstadt Chania, die auch einen eigenen Flughafen hat.
Lest hier, wie wir auf einer Insel, die ohne Schnellstraßen oder ausgebauten öffentlichem Verkehr auskommt, vieles entdecken konnten.
Von wunderschönen, rosanen Sandstränden, bis zu einer Wanderunge, die uns fast den gesamten Urlaub gekostet hätte!
Viel Spaß beim Lesen 🙂
Ankommen am Abend und pure Entspannung am ersten Tag
Wir sind gegen 19 Uhr in Chania gelandet und haben uns zu einem fairen Preis mit dem Taxi zu unserem Hotel etwas außerhalb von Chania Stadt bringen lassen. Das gut ist, dass die Taxipreise zu den beliebtesten Orten am Flughafen direkt auf einem Schild standen, sodass man nicht abgezogen werden konnte und alle Taxis gleich kosteten 😉
Unser Hotel lag am Nea Chora Beach und hieß gleichnamig: Nea Chora Beach Front.
Das Hotel hat zwei Preisklassen und ich empfehle dringend die paar Euro mehr in die Hand zunehmen, für die Suiten. Diese Zimmer wurden renoviert und haben Blick auf das Meer, welches direkt am Hotel ist. Nur ein paar Restaurants an einer Promenade trennen einen vom Sandstrand.
Die günstigeren Zimmer wurden bisher nicht renoviert und der Blick geht leider auf einen verdreckten Hinterhof. Gut zu wissen ist auch, dass dieses Hotel keinen Fahrstuhl hat.
Die Gegend rund um Nea Chora ist perfekt, wenn man den städtischen Touristenmassen entgehen möchte, aber nicht komplett ab vom Schuss sein möchte. Man hat hier zahlreiche, leckere Restaurants für Frühstück und Abendessen und gleichzeitig einen tollen Strandabschnitt, der uns am ersten Tag auch direkt einnahm. Wir nahem uns Liegen für 20 EUR direkt in erster Reihe und aßen dort auch unser Frühstück.
Die Hafenstadt Chania liegt nur 15 Gehminuten entfernt und so schauten wir uns diese am Abend an. In einem der zahlreichen Hafenrestaurants (Achtung höher preisig) gab es leckeres Abendessen und der Sonnenuntergang ist einfach phänomenal!
Tag 2 – Wir haben die Samaria Schlucht überlebt
17km – von 1230 Meter runter auf Meerlevel. Steile Wege, waldige Schluchten und immer umringt von Bergen.
Klingt machbar? Vielleicht, wenn man Wandern gewöhnt ist. Für uns war das der Härtetest.
Wir habe diese Wanderung hier gebucht und waren sehr zufrieden mit der Organisation. Es gab einen Zwischenhalt für Frühstück und die Fahrt zur Schlucht bei Sonnenaufgang war einfach atemberaubend.
Am Start angekommen, haben wir schon gesehen, dass die restlichen Teilnehmer:innen alle mit profesioneller Wanderausrüstung ausgestattet waren. Wir hin gegen hatten Laufschuhe und lockere Kleidung an.
Die Wanderung sollte 7 Stunden dauern und nimmt einen ganz schön mit.
Man hat zwar durchgehend eine wundervolle Aussicht, ist aber gleichzeitig viel damit beschäftigt auf den Boden zu gucken, ob nicht zu fallen.
Belohnt wird man mit der eisernen Schlucht, der engsten Stelle der Schlucht kurz vorm Ende. Zudem kommt man am Agia Roumeli Strand an und kann hier noch das Meer und gutes zu Essen genießen, bevor man mit einer Fähre auf einer tollen Strecke zur Busstation gebracht wird. Von dort fährt man leider nochmal circa 2 Stunden zurück nach Chania. Was für uns ganz schrecklich war, da uns wirklich alles wehgetan hatte nach dieser schwierigen Wanderung.
Würde ich die Wanderung also empfehlen?
Schwer zusagen, jetzt im Nachhinein freue ich mich über die tollen Eindrücke und Aussichten, die wir hatten. Am Tag der Wanderung habe ich aber alles und jeden verflucht 😀
Tag 3 – Sunset Boat Tour
Zum Glück hatten wir einen sehr ruhigen Tag vor uns, denn der Muskelkater war wirklich ausergewöhnlich.
Ihr müsst euch vorstellen, jedes Mal, wenn ich aufgestanden bin, haben meine Beine erstmal nciht funktioniert und ich musste humpeld von A nach B gehen.
Umso glücklicher war ich, dass wir am dritten Tag eine Sonnenuntergangs Bootstour gebucht haben. Die Tour war wirklich toll! Es ging zunächst an einen Schnorchelspot, wo man das Meer und den luxeriösen Katermaran mit offener Bar genießen konnten.
Anschließend ging es perfekt getimt zum Sonnenuntergang zurück nach Chania. Unser Boot hatte sich durch die exzellente Musikwahl (Abba ;)) in ein Partyboot verwandelt und damit hatten wir den perfekten Abschluss.
Vorher hatten wir uns den ganzen Tag am Strand vor unserem Hotel ausgeruht. Das war auch bitter nötig!
Tag 4 – Elafonissi Beach
Den letzten Tag wollten wir mit einem absoluten Highlight enden lassen. Schon allein das Wasser ist wirklich wunderschön: super klar, türkisblau und an vielen Stellen so flach, dass man einfach durch die Lagune laufen kann. Dazu kommt der berühmte leicht rosafarbene Sand, für den Elafonissi bekannt ist. Je nach Stelle und Licht sieht man das mal mehr und mal weniger, aber gerade direkt am Wasser schimmert er teilweise richtig rosa.
Aber auch hier möchte ich ehrlich sein: Der Strand ist wirklich überfüllt und wir sind deswegen nicht lange geblieben und haben lieber etwas weiter entfernt noch ein Eis gegessen. Wir empfehlen auch vorab in einem Supermarkt einen Schirm zu kaufen, denn freie Liegen wird es bestimmt keine mehr geben, wenn man nicht früh morgens schon ankommt.
Wir hatten wieder eine Bustour dorthin gemacht und waren auch vom Frühstücksstopp in einer Honigfarm total begeistert. Nichtsdestotrotz hatte es dadurch etwas Kaffefahrten-Flair.

Sehr schön geschrieben ❤️🙋🏼♀️👍
Dankeschön 🙂