Kanarische Inseln – 7 Tage Teneriffas Süden
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September 2023 – Zugegeben, ein bisschen mulmig war uns schon, ausgerechnet zu solch einer Zeit nach Teneriffa zu fliegen.
Es herrschte Waldbrand auf der nördlichen Seite des Nationalparks in der Nähe des Vulkans. Und dieser war tatsächlich nicht zu unterschätzen und zog sich über Wochen.
Täglich verfolgten wir die Nachrichten in der Hoffnung, der Waldbrand wäre gelöscht worden. Vergebens. Wir fühlten uns nicht nur schlecht wegen unseres Urlaubes, sondern hatten einfach ein ungutes Gefühl dort Urlaub zu machen, wo andere Menschen gerade in der Krise waren und einen so wichtigen Teil ihrer Insel verloren.
Ursprünglich hatten wir ein AirBnB im Norden gebucht, welches wir aufgrund des nördlich gelegenen Waldbrandes schon einmal stornierten.
Kurz bevor wir auch den Flug umbuchen wollten, dann die guten Nachrichten: Das Feuer war unter Kontrolle!
Wir blieben also bei unserem gebuchten Flug, buchten kurzerhand ein AirBnB in Los Cristianos und machten aus dem nördlichen Inselurlaub einen südlichen.
Was, wie sich dann herausstellte, auch die bessere Wahl war!
Der Süden Teneriffas war nicht nur wärmer, sondern bot auch viele nahegelegene Strände und Sehenswürdigkeiten, was mir und Paul besonders zu Gute kommt, da wir ja wie immer ohne Auto unterwegs sind.
Tag 1 und 2 – Los Cristianos erkunden
Wir kamen recht spät am Flughafen an, sodass wir mit dem Bus direkt nach Los Cristianos zum AirBnB fuhren und dort nur noch einen kleinen Strandspaziergang und Einkauf machten und so den Abend nur noch gemütlich ausklingen ließen.
Der Plan für den nächsten Tag also: Strand, Strand, Strand!
Der Süden Teneriffas bietet mit einer gefühlt unendlich langen Strandpromenade mit Restaurants, Bars und Shoppingmöglichkeiten soweit das Auge reicht, einen abwechslungsreichen Aufenthalt.
Es folgt außerdem ein Strand nach dem anderen, sodass wir hier unseren Plan voll ausleben konnten. Das wäre in Santa Cruz, wo unser eigentliches AirBnB war, nicht möglich gewesen.
Wir machten uns also von unserem AirBNB am Playa de Los Cristianos entlang der Promenade auf zum anderen Ende der Stadt.
Dabei machten wir Halt an Stränden wie:
- Playa de las Vistas
- Playa del Camison
- Playa de las Americas
So konnten wir unseren Strand-Tag perfekt mit dem Erkunden der Stadt verbinden und uns zwischendurch immer wieder im Wasser abkühlen. Herrlich!
Unser Ziel war die Minigolfanlage „Treasure Island“. Zugegeben, die war mehr „trash“ als „treasure“, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß.
Auf dem Rückweg machten wir uns auf zur Stadtmitte, wo uns das turbulente Touristen-Leben Teneriffas erwartete.
Touristenmagnet hier sind die vielen bekannten Shoppingläden wie Stravadious, H&M oder Zara. Aber auch ein riesiges Hard Rock Cafe und andere Clubs und Bars haben hier ihren Platz gefunden. Den Abend kann man im Stadtzentrum auf jeden Fall gut ausklingen lassen. Aber an die eher touristischen Preise muss man sich auch gewöhnen.
Tag 3 – El Teide
Am nächsten Tag wollten wir ihn bereits unbedingt sehen: Den Teide. Der mit 3715m die höchste Erhebung auf der kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist. Zum Nationalpark und zur Seilbahn, die einen noch ein Stück höher bringt, kann man tatsächlichen mit einem öffentlichen Bus fahren. Dabei spart man dann einiges, da man keinen teuren Tourbus bezahlt sondern nur ein günstiges Hin- und Zurück Ticket. Was wir nicht wussten: Der Bus quält sich durch zahlreiche, ellenlange Serpentinen hoch.
Serpentinen waren gewissermaßen unser Feind. Bereits in Norwegen sind wir mit den engen, abgrundnahen, kurvigen Straßen einfach keine Freunde geworden. Aber wer schnell nach oben will, muss da durch!
Beachtet: Der Bus fährt nur 2x am Tag. Einmal hin und einmal wieder zurück. Daher solltet ihr diesen auf keinen Fall verpassen.
Das Ticket für die Seilbahn hatten wir bereits vorab gekauft. So konnten wir erstens sichergehen dass wir auf jeden Fall mit der Seilbahn nach oben fahren konnten und konnten zweitens auch die lange Schlange umgehen. Höhe ist ja nicht ganz unser Favorit. So war auch die Fahrt mit der Seilbahn eine ganz schöne Mutprobe für uns.
Diese hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Die Aussicht auf dem fast 4000m hohen Berg war atemberaubend. „Atemberaubend“ allerdings im wahrsten Sinne des Wortes. Nehmt genug Essen und Trinken mit um eure Energiereserven zwischendurch aufzutanken. In solch einer Höhe wird die Luft doch ganz schön dünn. Beachtet auch, dass man nur eine Stunde oben sein darf. Daher mussten wir uns auch für eine Wanderroute entscheiden und haben Route 12 genommen. Von dort hatte man einen herrlichen Panoramablick auf den Süden der Insel.
Tag 4 – Kajaktour in Los Cristianos
Über Tripadvisor haben wir eine Kajak- und Schnorcheltour für eine Kleingruppe (maximal 10 Leute) gebucht.
Zu unserem Glück waren wir am Ende die einzigen beiden, die daran teilnahmen und so konnten wir mit dem Tourführer Daniel ganz individuell absprechen, wie wir die Tour gestalten möchten.
Daniel war wirklich kompetent und so konnten wir von unserem Kajak aus Delfine und Schildkröten bestaunen.
Zugegeben, anhand der Tripadvisor-Bewertungen hatte ich erwartet, dass wir auch mit Schildkröten schwimmen würden. Dies blieb leider aus, was der gesamten Tour aber nicht schadete.
Es war trotzdem ein tolles Erlebnis!
Tag 5 – Los Gigantes
Los Gigantes – für mich ein Highlight unserer Teneriffa-Reise. Die Steilküsten mit 450 Metern Höhe darf man auf keinen Fall verpassen. Die Felsen sehen wirklich atemberaubend aus und auch die Stadt an sich hat einiges an schönen Orten zu bieten. Es führt zum Beispiel ein Rundweg direkt an den Klippen der Stadt entlang und die kleinen bunten Häuser laden zum Träumen ein.
Auch Los Gigantes konnten wir mit einem öffentlichen Bus von Los Cristianos aus sehr gut erreichen. In Los Cristianos gibt es einen zentralen Busbahnhof, von dem aus man so ziemlich zu jedem Zielort gelangen kann. Allerdings kann man es mit den Fahrplänen nicht so ernst nehmen, da sich die Busfahrer*innen daran eh nicht zu halten scheinen.
So passierte es auch, dass wir zu unserer gebuchten Bootstour in Los Gigantes zu spät waren. Da wir aber auch hier eine kleine Gruppe von 10 Leuten waren, wurde auf uns gewartet.
Wir segelten aufs offene Meer und hatten unglaubliches Glück, eine Gruppe Grindwale mit Jungen bestaunen zu dürfen. Auch auf dem Rückweg begegneten uns einige Schildkröten und Delfine, die um unser Boot herumspielten. Was für ein Traum!
Wir fuhren außerdem zu einer Badestelle inmitten der Klippen und fühlten uns neben den 450 Metern hohen Felsen ziemlich.
Los Gigantes ist eine tolle Stadt zum Verweilen. Es gibt viele Restaurants und Cafes, sowie auch einige tolle Strände. Wir machten Halt an einem Strand der durch den Vulkansand komplett schwarz war. Wir hatten nach unserer Bootstour also keinen wirklich Plan für Los Gigantes uns ließen uns einfach in der Stadt treiben. Eine große Empfehlung unsererseits.
Routenplanung kanarische Inseln
Wenn du wissen möchtest, was du dir in welcher Reihenfolge anschauen solltest, um die Zeit auf den Kanarischen Inseln optimal zu nutzen, dann lies weiter in unserem Blog-Post zur Routenplanung.

Bekommt man Lust zu verreisen ❤️🙋🏼♀️🥰
Das ist super! Genau so soll es ein 😀