Bali – Woche 2 in Ubud
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15 Stunden Flug: zugegeben das klingt nach blankem Horror für jemanden mit Flugangst – wie mich!
Aber was tut man nicht alles, um einen der schönsten und vor allem auch günstigsten Orte der Welt zu sein.
Also wurde die Angst beiseite geschoben (ich wünschte es wäre so leicht) und es ging zu fünft zum ersten Mal auf eine Reise außerhalb von Europa.
Wir hofften auf einen guten Flug Deal, allerdings halten sich die Preise von Berlin aus recht stabil bei 1000 EUR pro Person für hin und zurück.
Wir haben die Reise sehr früh gebucht. Flüge und Air Bnbs standen daher schon im November. Der Grund: Die Insel wird derzeit so gehypt, dass man für die besten und noch günstigsten Unterkünfte schnell sein muss.
Die Fotos stammen dieses mal neben Paul von meiner wundervollen Freundin Mio! Beide haben ihr Iphone dafür genutzt.
Erster Tag in Ubud – Anreisetag
Von Seminyak nach Ubud braucht man aufgrund des starken Verkehrs um die 2 Stunden. Wir haben über unser AirBnb in Seminyak einen Fahrer organisiert, der uns zu unserer Unterkunft in Ubud brachte.
Auch wenn Ubud im Zentrum von Bali und damit weiter weg vom Flughafen und den Touristenhochburgen Canggu und Kuta liegt, boomt auch dieses Gebiet mittlerweile.
Daher haben wir ein AirBnb gewählt, welches etwas außerhalb von Ubud Zentrum lag. Bis zum nächsten Supermarkt oder Restaurant musste man daher allerdings auch ein wenig Fußweg auf sich nehmen. Jedoch ist das AirBnb im schönen Kunstviertel von Ubud gelegen und man lebt hier wirklich mit den Einheimischen zusammen.
Das hat uns überzeugt!
Tag 2 – Campuhan Ridge Walk
Am zweiten Tag wollten wir unsere erste Wanderung auf uns nehmen. So liefen wir vom Kunstviertel in dem sich unser Air Bnb befand bis zum Stadtkern von Ubud. Ich kann euch sagen, das war ein ganz schöner Weg. Aber mit kleinen Zwischenstopps zum Frühstücken und Shoppen war das ganze ein Klacks. Im Stadtinneren schauten wir uns diverse Flohmärkte an, machten ein paar Trinkpausen und liefen dann zu unserer eigentlichen Wanderung: Dem Campuhan Ridge Walk.
Der Wanderweg führt mitten durch den Dschungel an Flüssen, Tempeln und einer der berühmten Bali Swings vorbei zu einem kleinen Dorf in dem sich einige Warungs und Spas befinden.
Wir haben natürlich alles mitgemacht und dort auch unseren Fahrer für eine Wasserfal Tour kennengelernt.
Tag 3 – Abenteuer pur
Am dritten Tag überraschten wir einen unseren Freunde mit seinem Geburstagspresent: Ein Tag voller Aktion!
So ging es schon früh los zum Waterrafting. Das ganze habe ich über ‚Ubud Ayung Rafting‚ gebucht.
Und das war wirklich ein Abenteur! Zusammen mit einem Guide fährt man den Ayung Fluss herunter. Dieser hat es jedoch in sich und man rafted zwischen Steinen, Strömungen und diversen Wasserfällen zum Ziel. Man kann oder besser gesagt muss auch zwischendurch Schwimmen. Denn der Guide war sich nicht zu scheu uns auch einfach mal ins Wasser zu werfen :‘)
Anschließend ging es zum nahegelegenem Jungle Cart. Hier fährt man mit einem Mario Cart ähnlichem Gefährt einen Berg hinab. Daher braucht das Dreirad auch keinen Antrieb, aber die Bremsen sollten dennoch immer gedrückt werden. Auch hier hatten wir eine Menge Spaß und können diese Aktivität bestens empfehlen.
Nach all der Aktion ging es erstmal wieder zur Unterkunft. Auch in Ubud kann man über Grab oder Gojek einfach und spontan an Fahrer kommen. Allerdings dürfen diese nicht überall in Ubud halten und man muss oft ein wenig laufen, bis man ein Gojek/Grab rufen darf.
Am Abend erkundeten wir noch die Innenstadt mit ihren zahlreichen Bars und Shoppingmöglichkeiten.
What a day!
Tag 4 – Wasserfall und Reisfelder im Überschuss
Wir benachrichtigten den Mann, dem wir bereits bei unserer Wanderung an der Bali Swing begegnet waren und machten mit ihm einen Deal für eine Tagestour aus. Er sollte uns zu den schönsten Wasserfällen, Tempeln und Resifeldern von Ubud bringen. Gesagt getan!
Das tolle war zu dem, dass der Mann ein Priester in Ubud war und viele tolle Geschichten über sich, sein Leben und Bali zu erzählen hatte. Wir haben so viel gelernt und zusätzlich noch einige seiner Schüler kennenlernen dürfen. We just felt blessed!
Der Fahrer brachte uns zuerst zum Tegenungang Wasserfall. Für ein wenig Eintritt kann man hier einen malerischen Wasserfall über einem seichten Naturbecken inmitten üppiger Dschungelvegetation bestaunen. Wenn das Wasser nicht zu stürmig ist, kann man auch nahe des Wasserfalles schwimmen gehen. Man kann dort auch noch weiter den Berg hinauf, allerdings mussten wir feststellen, dass alle paar Meter weiterer Eintritt von uns verlangt wurde. Da wir uns etwas gescammt fühlten, genossen wir den Wasserfall nur von unten.
Anschließend ging es für uns zum nächsten Wasserfall. Dort verweilten wir auch ein wenig länger, weil wir ohen Aufpreis in der Nähe des Wasserfalles schwimmen konnten. Herrlich!
Es ging zum Kanto Lampo Wasserfall. Man hat durch eine kleine Erhöhung eine tolle Sicht auf den Wasserfall. Man kann sich auch für ein typisches Instagrambild anstellen. Aber die Schlange war uns defintiv zu lang.
Nach den Wasserfällen ging es zu einem Tempel in dem man sich von heiligem Wasser reinigen lassen kann. Ich selbst bin nicht gläubig, aber es hat einfach etwas beruhigendes und der Seele guttuendes, wenn man soetwas einmal mit macht. Der Tempel Pura Tirta Empul eignet sich dafür super. Er ist nicht zu voll, sodass man auch nicht lange warten muss, bis man dran ist. Es gibt aber auch Tempel bei denen man wirklich fast alleine ist.
Danach ging es zu zwei Reisfeldern. Unser Fahrer zeigte uns zunächst Reisfelder, die ausschließlich von Einheimischen genutzt werden. Hier trafen wir auch seine Schülergruppe. Anschließend ging es zu den Tegelalang Reisterassen. Diese sind eindeutig für die Touristen in Nutzung. Es gibt einen Haufen Bali Swings, Zip Lining und auch ein Restaurant. Wir haben dort wirklich viel Zeit verbringen können und bei gutem Essen und toller Aussicht den Tag ausklingen lassen.
Tag 5 – Ubud Food Festival
Wir hatten das große Glück, dass zu der Zeit wo wir in Bali waren einige Feierlichkeiten stattfanden. So sahen wir zum Beispiel noch viele geschmückte Straßen und eine menge Gaben vor den Haustüren. Außerdem konnten wir das Ubud Food Festival besuchen. Dies war etwas ganz besonderes für uns, denn die Angebote waren alle lokal und zu so erschwinglichen Preisen, dass man sich auf einem Food Festival mal wirklich durchprobieren konnte. Besonders herausgestochen, sind dabei vegane Tacos und ein Weingetränk aus Ameisen.
Tag 6 – Spa und Genuss
Was wäre Bali ohne einen richtigen Spabesuch? Wir buchten uns also im Sang Spa Ubud das volle Verwöhnprogramm eine Stunde Massage + anschließendes heißes Bad in Rosenwasser. Hach war das schön!
Mit voller Entspannung wollten wir noch einmal weiter in den Norden. Wir wollten gerne noch etwas in die Berge und ließen uns von einem Faher zu den Paperhills bringen. Das Paperhills ist ein wunderschönes Restaurant im Dörfchen Kintamani und liegt direkt neben dem Batur Vulkan. Das Lokal liegt auf einem Hügel und bietet daher eine atemberaubende Aussicht direkt auf den Dschungel und den Vulkan. Die letzte Eruption des Vulkans war 2000. Daher kann man noch die Lava am Fuße des Berges erkennen. Wir haben dort gut gegessen und auf den Liegen im Pool kann man wundervoll den Abend ausklingen lassen. Große Empfehlung!
Die letzten Tage am Strand
Die letzten Tage in Bali wollten wir unbedingt noch einmal zum Strand und gleichzeitig auch näher am Flughafen sein. Dies lässt sich in Kuta gut vereinen. Kuta liegt direkt neben Seminyak, ist allerdings etwas touristischer, liegt dafür aber näher am Flughafen.
Wir verbrachten unsere letzten Tage also mit Surfen, gutem Essen und jeder menge Bars!
Wir haben den Rest des Urlaubes also in Ruhe ausklingen lassen, gönnten uns einen weiteren Spa und Shopping Tag und verabschiedeten uns mit den schönsten Sonnenutnergängen von Bali!
Routenplanung Ubud
Wenn du erfahren willst, was du dir in welcher Reihenfolge anschauen solltest, um die Zeit in Ubud optimal zu nutzen, dann lies weiter in unserem Blog-Post zur Routenplanung.

Sehr schön und informativ geschrieben.
Dazu die schönen Aufnahmen.
Vielen lieben Dank!
Es folgt bald noch die vollständige Routenplanung sowie unsere Restaurant Empfehlungen 😀