6 Tage Barcelona (im Regen)

Im Frühjahr 2024 war Barcelona von Trockenheit geplagt. Daraus folgte Wassermangel und damit sogar die Abstellung aller Springbrunnen der Stadt. 

 

Doch wir brachten anscheinend den Regen mit aus Deutschland: denn unser 6-tägiger Aufenthalt in der Großstadt am Meer sollte die Trockenheit brechen und von Regen durchzogen sein. 

 

Wir ließen uns nicht unterkriegen und so genossen wir eine Sonnenstadt im Regen und haben daher auch ein paar Tipps für verregnete Tage für euch. 

 

Barcelona – für mich eine Mischung aus spannendem, erholsamen Großstadturlaub und massenhafte Überfüllung

Aber lest selbst zu unseren Erfahrungen! 

Der erste Tag – auf den Spuren von Antoni Gaudi 

Unser Hotel lag fußläufig zur Innenstadt, sodass wir diese noch am ersten Nachmittag und Abend erkunden konnten. Dabei legten wir unsere Route so fest, dass wir direkt drei Bauwerke des berühmten Architekten Antoni Gaudi bestaunen konnten.

 

Gleichzeitig lässt sich auf der berühmten Shopping-Meile „La Rambla“ natürlich jede Menge Geld ausgeben. Wir persönlich können diesen Teil der Innenstadt jedoch nicht wirklich empfehlen, da es im Zentrum von Barcelona extrem überlaufen ist. Das liegt vor allem an den täglich anlegenden Kreuzfahrtschiffen: Die Passagier:innen verbringen häufig nur einen Tag in der Stadt und strömen dann in den am leichtesten zugänglichen Bereich – die Innenstadt.

 

Aber keine Sorge: Für einen einmaligen Rundgang bleibt stets genug Platz, und sobald man sich nur ein wenig weiter hinauswagt oder ein Stück abseits der touristischen Hauptstraßen bewegt, fühlt man sich schon fast wieder allein. Da kann man die Stadt in aller Ruhe genießen.

Tag 2 -Sagrada Familia und was tun bei Regen?    

Das Folgende können wir nicht oft genug betonen: Holt euch rechtzeitig vor eurem Barcelona-Trip eure Tickets für die Sagrada Família. Denn auch hier war es mehr als überfüllt, und ein Ticket für denselben Tag zu bekommen, ist quasi unmöglich. Die Tickets bekommt ihr am einfachsten und günstigsten hier. Die Sagrada Família ist eine römisch-katholische Basilika des Modernisme und gilt als das Hauptwerk des katalanischen Baumeisters Antoni Gaudí. Mit dem Bau wurde 1882 begonnen, und er dauert bis in die Gegenwart an. Das frühere Ziel, die Kirche bis zum 100. Todestag Gaudís im Jahr 2026 fertigzustellen, gilt seit 2020 nicht mehr als realistisch – und genau das macht sie so besonders. Bereits der Blick von außen ist beeindruckend, doch auch die Kirche von innen zu bestaunen, macht den Tag zu etwas ganz Besonderem. Die einzigartige Architektur Gaudís mit ihren Säulen und dem faszinierenden Lichtspiel im Inneren raubt einem schlichtweg den Atem.

 

Die erste Aktivität um dem Regen zu entgehen wäre damit erledigt. Ob bei Regen oder Sonne, wir empfehlen außerdem die City Sightsseing Bustouren. Für einen guten Preis kann man für 24 Stunden über 2 Routen ganz Barcelona erkunden. Und bevor jetzt jemand sagt: „Wow das klingt nach einer Aktivität für alte Leute“ – Vertraut uns! Bei der Masse an Touristen und langen Wegen lässt sich die Stadt so am besten erkunden. Besonders toll fanden wir dabei auch den neuen Blickwinkel zur Sagrada Familia.  Wir hatten unser Ticket am späten Nachmittag geholt, sodass wir am nächsten Tag auch noch damit fahren konnten und so haben wir die zwei Routen auf zwei Tage verteilt. 

Tag 3 – Montserrat, das Kloster außerhalb von Barcelona 

Wie bereits erwähnt, ist es bereits ein wenig außerhalb der Innenstadt schon wesentlich ruhiger.  Das merkt man auch, wenn man das etwa eine Stunde entfernte Montserrat-Kloster besucht, das bequem mit dem Regionalzug zu erreichen ist – schon die Anreise ist ein kleines Highlight für sich.

 

Dort angekommen hat man die Wahl: Entweder fährt man mit der Zahnradbahn hinauf oder genießt die Aussicht in einer Gondel der Seilbahn. Wir entschieden uns, auf der Hinfahrt den längeren Weg mit der Zahnradbahn zu nehmen und auf dem Rückweg fix mit der Seilbahn hinunterzufahren – allerdings Achtung: die Höhe ist schwindelerregend

 

Montserrat selbst ist eine etwa 10 Kilometer lange und 5 Kilometer breite Gebirgskette, die als Inspiration für Gaudís Sagrada Familia diente. Das Kloster liegt auf 720 Meter Höhe und erscheint zwischen den außergewöhnlichen Bergspitzen einfach atemberaubend; man fühlt sich fast wie in einem Indiana-Jones- oder Tomb-Raider-Film. Außerdem gibt es ein kleines Café, einige Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und die Möglichkeit, mit einer weiteren Zahnradbahn noch höher zu gelangen. Ihr merkt also: Hier kann man viel Zeit verbringen.

Tag 4 – Time for Beach 

Wir hatten endlich Glück mit dem Wetter, und die Sonne zeigte sich. Wir beschlossen also, unsere geplante Route zum Strand auszuprobieren. Es stellte sich heraus, dass es die perfekte Strecke war, um möglichst viel Spannendes zu sehen und zu erleben – und am Ende am Strand zu entspannen.

 

Zunächst fuhren wir mit der U-Bahn zum National Arts Museum. Bereits von außen wirkt das Gebäude beeindruckend, und es ist über Rolltreppen gut erreichbar. Normalerweise bieten die Springbrunnen vor dem Gebäude eine tolle Möglichkeit, zu verweilen und die Aussicht zu genießen. Allerdings waren diese aufgrund der Trockenheit nicht in Betrieb – obwohl es in den vergangenen Tagen so heftig geregnet hatte, dass man sie durchaus auch mit Regenwasser hätte betreiben können 😉

 

Nichtsdestotrotz ist das Museum sehenswert, und bereits hier genießt man eine tolle Aussicht auf die Stadt, die noch beeindruckender wird, wenn man mit der Seilbahn den Montjuïc noch höher erreicht. Die Seilbahn befindet sich in fußläufiger Entfernung, und schon der Weg dorthin ist ein toller Zeitvertreib. Details zu dieser Route und zur Seilbahn findet ihr in unserer Routenplanung.

 

Mit der Seilbahn fuhren wir bis zum höchsten Punkt des Montjuïc, um die darauf gelegene Burg zu erkunden. Auch hier lohnt sich bereits der Blick von außen sowie der Wanderweg, der um die Burg herumführt.

Nach der kurzen Wanderung ging es direkt weiter mit der nächsten Seilbahn – diesmal abwärts. Vorab konnte man sich im Restaurant direkt an der Seilbahn stärken, und dann startete die Fahrt: Mit der Gondel direkt zum Strand – was für ein Ausblick!

Den Rest des Tages genossen wir bei bestem Wetter am Wasser – herrlich!

Tag 5 – Park Güell 

An Antoni Gaudí kommt man in Barcelona einfach nicht herum – zum Glück. Eine seiner schönsten Kreationen befindet sich im Norden Barcelonas. Ja, ich weiß, wir haben in diesem Blogpost schon des Öfteren davon geschrieben, dass Barcelona weniger überfüllt ist, je weiter man sich von der Innenstadt entfernt – naja, das gilt nicht für den Park Güell. Trotz des Regenwetters war es so voll, sodass wir einen Zeitslot für den Eingang bekamen und den Teil des Parks, in dem Gaudís mosaikbesetzten Kreationen stehen, nicht sehen konnten.

 

Der Park lohnt sich aber trotzdem. Er ist sehr weitläufig, sodass sich die Menschenmenge gut verteilt, solange man sich nicht in der Nähe DER Highlights aufhält.

 

Besonders toll fanden wir die Musiker, die sich immer mal wieder im Park zeigten – von einsamen Gitarrenspielern bis zu einem flamenco-tanzenden Trio. Es war alles dabei und definitiv ein Highlight neben Gaudís Architektur.

Letzter Tag – Zeit für ein wenig Action

Tibidabo ist ein 512 Meter hoher Berg mitten in der Großstadt Barcelona. Doch es ist nicht nur ein Berg: Auf der Spitze befindet sich eine katholische Kirche, die über die gesamte Stadt blickt, sowie – und jetzt haltet euch fest – ein Freizeitpark.

Das bedeutet, man kann Achterbahn, Riesenrad, Wildwasserbahn, Kettenkarussell und vieles mehr in 512 Metern Höhe erleben – definitiv nichts für schwache Nerven.

 

Die Spitze des Berges lässt sich bequem mit einer Zahnradbahn erreichen. Im Ticket ist außerdem die Busfahrt zur Bahn enthalten.

Wir hatten einen tollen, actionreichen letzten Tag und können den schwindelerregend hohen Freizeitpark nur empfehlen.

It is truly one of a kind!

Routenplanung Barcelona

Wenn du erfahren willst, was du dir in welcher Reihenfolge anschauen solltest, um die Zeit in Barcelona optimal zu nutzen, dann lies weiter in unserer Routenplanung. 

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