Mailand und Comer See –
ein verlängertes Wochenende mit zwei Zielen
- Reisebericht
- Routenplanung
- Wanderweg
- Sehenswürdigkeiten
Das idyllische Italien im Norden erleben: Klar, das stand irgendwie schon immer auf der Bucketlist! Als Skyscanner dann günstige Flugangebote nach Mailand anzeigte, waren die Tickets schneller gebucht, als man „Wochenendtrip“ sagen kann.
Wichtig für uns war es allerdings, nicht in einer weiteren Großstadt zu verweilen. Nein, wir wollten den kompletten idyllischen Detox und so ging es für uns neben Mailand noch zum nahegelegenen Comer See.
Wie ihr hier schon mehrfach lesen konntet, sind Paul und ich große Film-Fans. So war ein Besuch am Comer See für uns schon länger ein Ziel, da in einer der Villen einige berühmte Star Wars Szenen gedreht wurden.
Das wollten wir unbedingt sehen!
Mailand & Comer See in 5 Tagen – unsere Route auf einem Blick
Navigli Grande
Ein Besuch am Bar- und Studentenviertel Niviglio lohnt sich vor allem am Abend, wenn die Bars zum Leben erweckt werden. Wir sind daher direkt nach unserer Ankunft hierher gefahren, haben etwas leckeres direkt am Kanal gegessen und haben den Abend in einer der zahlreichen Bars ausklingen lassen. Besser kann man in Mailand kaum ankommen.
Mailändischer Dom
Der mit der Ubahn gut zu erreichende Domplatz, ist der perfekte Startpunkt.
Viktor-Emanuel-Passagen
Die Passagen mit einigen Luxusgeschäften und teuren Restaurants sind mit dem detaillierten Glasdach wunderschön anzuschauen und befinden sich direkt neben dem Dom am Domplatz.
Basilica San Lorenzo Maggiore
Vom Domplatz aus, machen wir einen kleinen Schlenker weiter nach Südwesten. Durch diesen Schlenker können sehen wir noch Castello Sforzesco.
Castello Sforzesco
Bei wenig Zeit lohnt es sich bereits die riesige Festung von außen zu betrachten und einmal hindurch zu laufen.
Greenway Wanderweg
Vom Mailänder Hauptbahnhof war es nicht weit bis zum Comer See. Wir holten unsere Tickets direkt vor Ort und fuhren dann 40 Minuten mit einer Regionalbahn in die Stadt Como und dann mit dem Bus weiter nach Colonno.
In Colonno angekommen folgten wir der Greeanway Wanderroute nach Lenno. Diese war einfach nur herrlich und ist eine große Empfelung unsererseits!
Villa de Balbianello
Warum wir als Filmfans unbedingt zum Comer See wollten?
In der Villa Balbianello in Lenno, die der erste Stop unseres ersten vollen Tages am Comer See war, wurden einige wichtige Star Wars Szenen gedreht. Diese Villa sollte man als Star Wars Fan daher nicht verpassen.
Bellagio
Lenno ist der perfekte Startpunkt, um weitere Orte um den Comer See herum zu erkunden, denn, hier fahren sehr viele Fähren ab.
In Bellagio haben wir uns einfach treiben lassen und die Stadt ohne wirkliche Ziele erkundet. Dabei entdeckten wir etwas außerhalb einen Wanderweg, der einen um Bellagio herumführte und weg von den touristischen Zielen brachte. Der Start befindet sich an dieser Kirche.
Varenna
Für die nächste Wanderung fuhren wir zunächst mit einer Fähre nach Varenna. Hier schauten wir uns erst einmal alles an, was in Varenna so sehenswürdig ist: Und zwar den Greenway dei Patriarchi zu einem wunderschönen Ausblick auf den See. Danach ging es für uns kurz durch die Stadt zu unserer geplanten 3-Stündigen Wanderroute nach Bellano.
Bellano
In Bellano angekommen stolpert man direkt über Orrido di Bellano. Eine mehrere Millionen Jahre alte Schlucht, die mit künstlich angelegten Wasserfällen und Brücken zu etwas ganz besonderem verwandelt wurde. Tickets kann man sich bequem vor Ort holen.
Como
Im Gegensatz du den ganzen kleinen Städten und Dörfern am Comer See, ist Como eine richtige Großstadt. Hier kann man am See entspannen und gut Schaufenstershopping betreiben.
Es lohnt sich außerdem mit der Bergbahn Funicolare Como-Brunate herauf zu fahren und Como, sowie den Comer See ein letztes Mal von oben zu betrachten. Lasst euch dabei nicht von der langen Schlange am Ticketschalter verschrecken. In die Bahn passen viele Leute und sie fährt alle 15 Minuten.
Unser Reisebericht
Tag 1: Mailand – Anunft und Abend im Navigli-Viertel
Wir wollten also nur eine Nacht in Mailand verbringen. Ganz nach dem Motto: „Wenn man schonmal da ist“. Zugegeben die Flüge waren zwar recht günstig, der Rest eher weniger. Wir haben ein Hotel direkt am Hauptbahnhof gebucht, was ich durchaus für eine Nacht empfehlen kann, für einen längeren Aufenthalt eher weniger. Das Hotel war in einem Wohnhaus und wirkte auch eher wie eine große Wohnung mit Kiosk in dem das Frühstück serviert wurde. Für eine Nacht aber vollkommen ausreichend.
Wir kamen erst zum späten Nachmittag am Flughafen in Mailand an und hatten für den ersten Tag daher nur noch den Abend übrig.
Diesen wollten wir in einem bekannten Bar- und, Studentenviertel der Stadt verbringen, um etwas zu Abend zu essen und zu trinken.
So fuhren wir mit der Ubahn ins Stadtviertel Navigili und genossen ein Essen direkt am Kanal und ein Aperol Spritz in einer angesagten Bar. Die Auswahl an Restaurants und Bars ist riesig, setzt euch einfach da hin, wo noch etwas frei ist 😀
Tag 2: Mailand Sehenswürdigkeiten in 3 Stunden
13:39 Uhr sollte er fahren: Unser Zug zum Comer See. Deshalb wurden schon früh die Sachen gepackt, die Koffer im Hotel gelagert, schnell gefrühstückt und auf zur ersten Sehenswürdigkeit.
Welche Attraktion wir uns wie angeguckt haben, wie wir gelaufen sind, um in kurzer Zeit alles zu entdecken, findet ihr detailliert in unserer Routenplanung für Mailand.
Unser erstes Ziel war der Domplatz mit vielen Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer nähe. Der Vorteil, dass wir recht früh da waren, war natürlich, dass es noch nicht so überfüllt war. Generell schien Anfang Juni eine gute Reisezeit für Mailand zu sein, da es erstaunlich leer war.
Am Domplatz kann man den Mailänder Dom und die Victor Emanuel Passagen entdecken. Der Platz ist außerdem ein guter Startpunkt, um in Mailands Modewelt einzutauchen. Ein paar Straßen weiter befindet sich das Shoppingviertel mit vielen bekannten, aber auch einheimischen Geschäften.
Weiter ging es zum Castello Sforzesco durch das man laufen kann und in einem wunderschönen Park landet. Anschließend ließen wir uns einfach von Google Maps wieder zum Hotel führen und liefen dabei noch an dem ein oder anderen Sehenswerten vorbei. Drei Stunden waren für uns daher vollkommen genug und wir waren bereit für die pure Entspannung am Comer See!
Tag 2: Von Mailan zum Comer See – Anreise mit Zug und Bus Greenway del Lago di Como
Vom Mailänder Hauptbahnhof war es nicht weit bis zum Comer See. Wir holten unsere Tickets direkt vor Ort und fuhren dann 40 Minuten mit einer Regionalbahn in die Stadt Como. Von dort aus ging es direkt weiter mit dem Bus C10 zu unserem Air Bnb in Colonno.
Das AirBnb war wunderschön und Colonno war nah gelegen an allen Orten, die wir uns anschauen wollten. Jedoch: Wenn wir von Großstadt Detox sprachen, meinten wir es mit Colonno eventuell etwas zu ernst. Colonno ist ein Dorf, in dem es weder Restaurants noch einen Supermarkt gibt. Der Bus fährt jedoch zumindest bis 21 Uhr recht oft, aber für Verpflegung und Sightseeing ist man auf diesen auch angewiesen und naja 100% zuverlässig war er nicht.
Um erst einmal runterzukommen und vor allem auch etwas zum Essen zu bekommen, beschlossen wir den Wanderweg „Greenway“ nach Lenno zu nehmen. Dieser hätte schöner nicht sein können. Die Straßen in den Dörfern sind nicht für Fußgänger gemacht, so führt der Wanderweg erst einmal ziemlich hoch hinauf, was für eine atemberaubende Aussicht sorgt. Wir beendeten die Tour also in der nächstgrößeren Stadt Lenno. Tatsächlich kann man den Greenway bis nach Menaggio folgen. Aber schon bis nach Lenno liefen wir 1.5 Stunden.
Wir aßen etwas, kauften Verpflegung für das Airbnb und fuhren anschließend mit den Bus wieder in unser kleines Dörfchen. Herrlich!
Müsste ich mich noch einmal für eine Unterkunft am Comer See entscheiden, würde ich diese vermutlich in Lenno wählen, da diese Stadt nicht ganz so abgelegen und ohne Chance für Verpflegung ist, wie Colonno. Hier fahren außerdem einige Fähren in die anderen Orte am Comer See. So entwickelte sich Lenno ungeplant zu unserem Hub.
Die wunderschönen Fotos von Paul sind alle auf dem Wanderweg entstanden. Ihr seht als: Es lohnt sich!
Tag 3: Villa del Balbianello – Star-Wars-Drehort am Comer See
An diesem Tag war es endlich soweit, wir sollten unsere Traumlocation besuchen und an dem Ort sein, an dem Padme und Anakin sich näher kamen und schließlich auch heirateten. Villa Balbianello: Für Star Wars Fans ein Muss. So verschlug es uns wieder nach Lenno. Dieses mal allerdings mit dem Bus und das auch schon ziemlich früh, da die Villen am Comer See oft sehr, sehr voll werden. Wir hatten unser Ticket daher auch vorab online gekauft, um garantiert reinkommen zu können. Wir entschlossen uns nur den Garten der Villa zu betrachten und nicht die Villa an sich (dies kostet extra und war auch nicht der Drehort für die bekannten Star Wars Szenen).
Der Garten ist wunderschön und unser Plan früh dort zu sein, ging auf! Es war noch ziemlich leer und so konnten wir uns in Ruhe wie auf Naboo fühlen.
Tag 3: Bellagio – Sehenswürdigkeiten und Spaziergang durch die Altstadt
Um die verschiedenen Städte am Comer See zu entdecken, ist der schnellste und einfachste Weg mit Fähren über den See zu fahren. Es gibt sogar Fähren, die einen in wenigen Minuten auf die andere Seite bringen, da sie mit einem speziellen Antrieb quasi über das Wasser gleiten. Wir genossen allerdings die Fahrten mit den deutlich langsameren und auch günstigeren Fähren über den See. Denn am Comer See galt für uns: Der Weg ist das Ziel.
Bellagio ist eine Stadt am Zipfel des Y-geformten Sees. Auch hier lässt sich die Gegend perfekt über einen Wanderweg erkunden. Der Weg ist gut ausgeschlidert und führt einen weg vom Zentrum, weg von der Hauptstraße in die verwinkelten Gassen der kleinen Stadt . Dorthin wo Touristen sich eher weniger hinbewegen. Haltet also Ausschau nach dem beschilderten Weg 🙂
Die Rückfahrt mit dem Bus von Lenno war dieses mal für uns leider etwas abenteuerlich. Die Dörfer sind mit jeweils einerHaltestelle miteinander verbunden. Leider hat der Busfahrer versäumt in unserem Dorf anzuhalten und wir mussten vom nächsten Dorf laufen. Leider bieten die Straßen, die eher als Autobahnen fungieren, keinen richtigen Fußgängerweg und es fing gleichzeitig an in Strömen zu regnen. Da trampen nicht funktionierte liefen wir also den ungeschützten weg und hofften einfach, dass die Autos uns nicht übersehen.
Wir kamen gesund wieder am AirBnb an und erfreuten uns am Ende tatsächlich an diesem kleinen Adrenalin Rush.
Mit einem eigenen Auto die Straßen entlang zu fahren, können wir allerdings dennoch nicht empfehlen. Es gibt kaum Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Straßen sind eng und kurvig. Es verging kein Tag an dem wir nicht entweder einen Unfall sahen oder der Bus aufgehalten wurde, weil er aufgrund eines Unfalls nicht mehr weiter kam.
Tag 4: Varenna und Wanderung auf dem Sentiero del Viandante nach Bellano
Für die nächste Wanderung fuhren wir zunächst mit einer Fähre nach Varenna. Hier schauten wir uns erst einmal alles an, was in Varenna so sehenswürdig ist: Und zwar den Greenway dei Patriarchi zu einem wunderschönen Ausblick auf den See. Danach ging es für uns kurz durch die Stadt zu unserer geplanten 3-Stündigen Wanderroute nach Bellano. Die komplette Wanderroute von Varenna nach Bellano mit Strecke, Dauer und unseren Erfahrungen findest du hier. Daher hier einmal nur kurz wie ihr zum Anfang des Weges gelangt: Vom Hafen in Varrenna entlang des Uferwegs bis es nur noch stadteinwärts geht, dann in Richtung Hotel Eremo Gaudio. Von dort aus der Beschilderung „Sentiero del Viandante“ folgen.
Der Wanderweg hat wirklich alles zu bieten: Höhe, für die perfekte Aussicht auf den See, eine Burg, Waldwege und kleine, alte Dörfer zum Bestaunen.
In Bellano angekommen stolpert man direkt über Orrido di Bellano. Eine mehrere Millionen Jahre alte Schlucht, die mit künstlich angelegten Wasserfällen und Brücken zu etwas ganz besonderem verwandelt wurde. Tickets kann man sich bequem vor Ort holen.
Tag 5: Como und Brunate – letzter Tag am Comer See
Ich mache es immer wieder gerne: Ich buche Flüge erst spät am Abend, um den letzten Tag noch voll nutzen zu können. So taten wir es auch am Comer See. Die Sachen waren gepackt und wir fuhren mit dem Bus nach Como. Ihr erinnert euch? In die Stadt brachte uns der Zug von Mailand aus, und von hier wollten wir auch wieder nach Mailand, um dann zum Flughafen Bergamo zu fahren. Aber nicht bevor wir nicht noch Como entdeckt hatten. Wir gaben unser Gepäck also in einem Gepäck Storage ab und ließen es uns zunächst mit einem Frühstück gut gehen.
Im Gegensatz du den ganzen kleinen Städten und Dörfern am Comer See, ist Como eine richtige Großstadt. Hier kann man am See entspannen und gut Schaufenstershopping betreiben.
Es lohnt sich außerdem mit der Bergbahn Funicolare Como-Brunate herauf zu fahren und Como, sowie den Comer See ein letztes Mal von oben zu betrachten. Lasst euch dabei nicht von der langen Schlange am Ticketschalter verschrecken. In die Bahn passen viele Leute und sie fährt alle 15 Minuten.
Ziemlich gehetzt ging es dann für uns zurück nach Mailand, um noch den Bus nach Bergamo zu erreichen. Denn auch auf die Züge war leider nicht zu 100% verlass und so brauchten wir fast doppelt solange wieder zurück. Wir schafften es aber noch Rechtzeitig, da auch unser Flug aufgrund eines Gewitters Verspätung hatte. Leider beschloss unser Pilot dann durch das Gewitter zu fliegen, was für meine Flugangst leider nicht förderlich war. Durch die starken (aber natürlich normalen Turbulenzen während eines Gewitters), hatte sich meine fast besiegte Flugangst wieder verstärkt und es war für mich schwierig, in den darauffolgenden Urlauben wieder ein Flugzeug zu betreten. Zum Glück war alles aber bereits gebucht 😉
Hilfreiche Tipps
Wo übernachten am Comer See? Unsere Erfahrung mit Colonno und Lenno
Colonno ist wirklich wunderschön – ABER auch wirklich sehr ruhig. Wer den absoluten Großstadt Detox möchte ist hier vermutlich richtig aufgehaben. Für uns war es dann doch etwas zu ruhig: Keine Restaurant oder Supermärkte. Busse, die höchstens alle halbe Stunde fahren.
Wir würden das nächste Mal lieber ein Hotel im benachbarten Dorf Lenno buchen. hier gibt es zahlreiche Restaurants, mehrere Supermärkte und vor allem fahren hier auch Fähren, die einen an jegliche Orte am Comer See bringen. Das ist ein echter Vorteil!
Comer See ohne Auto? Unsere Erfahrungen mit Bus, Bahn und Fähre
Wir haben den Comer See komplett ohne Auto bereist und kamen mit Zug, Bus und Fähre gut zurecht. Von Mailand ging es mit dem Zug nach Como und anschließend mit dem Bus C10 weiter. Zwischen den Orten haben wir vor allem die Fähren genutzt – für uns nicht nur praktisch, sondern gleichzeitig eine der schönsten Möglichkeiten, den Comer See zu erleben.
Ein Auto haben wir nicht vermisst. Die Straßen rund um den See sind teilweise sehr eng und kurvig und auch die Busse waren nicht immer ganz zuverlässig. Rückblickend würden wir deshalb wieder ohne Auto reisen, aber eine Unterkunft mit guter Bus- und Fähranbindung wählen.
Welche Orte am Comer See haben uns am besten gefallen?
Lenno: bester Ausgangspunkt für unsere Route
Bellagio: wunderschön, aber touristischer
Varenna: ideal als Ausgangspunkt zum Wandern
Bellano: besonders wegen Schlucht + Wanderung
Como: praktisch für An-/Abreise und deutlich städtischer
Colonno: wunderschön ruhig, aber ohne Auto unpraktisch
Welche Orte am Comer See würdet ihr wählen?
Für uns war die Mischung aus kleinen Orten, Wandern und den Fahrten über den See genau richtig. Aber jetzt interessiert uns: Welcher Ort am Comer See hat euch am besten gefallen – oder steht noch auf eurer Liste? Schreibt uns eure Tipps gerne in die Kommentare!
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Dann findest du hier unsere ausführlichen Planungen und Touren:

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